Onlinehandel: Welche Ausrüstung benötige ich, um kleine Gegenstände im Fotostudio zu fotografieren?

Die Makrofotografie kann zur Darstellung von Produkten wie etwa Schmuckstücken, Uhrwerken, Maschinenbauteilen oder Brillen sehr nützlich sein. Sei es im Onlinehandel, für die Qualitätskontrolle oder für die firmeninterne Nutzung: Sie benötigen eine zuverlässige Kommunikation rund um Ihre kleinen Teile. Hierfür benötigen Sie gute Ausrüstung und eine gute Arbeitsumgebung!


Welche Fragen sollte man sich im Vorfeld der firmeninternen Produktion von Bildmaterial unbedingt stellen?

Wie so oft sind es drei wichtige Fragen: Wofür? Für wen? Wie? Die Antworten auf diese drei Fragen bahnen Ihnen den Weg zur erfolgreichen Umsetzung Ihres Fotoprojekts.

Lassen Sie uns gemeinsam die letzte Frage „Wie?“ beantworten

Kleine Produkte für den Onlinehandel richtig fotografieren

Es findet sich immer die ideale Lösung speziell für Sie – denn jede Lösung lässt sich an Ihr Projekt, Ihre Mittel und Ihre Fotografie-Erfahrung anpassen!

Das Wichtigste am Anfang sind die richtige Beleuchtung, eine gute Fotokamera und das passende Objektiv.

Welche Beleuchtung brauche ich?

Makrofotografie ist bei allen Arten von Beleuchtung und im Fotostudio genauso wie im Freien möglich (Beim Fotografieren im Freien ist natürliches Licht immer am besten – bevorzugen Sie starkes, diffuses Licht)

Lassen Sie uns mehr in die Tiefe gehen. Um diffuses Licht zu erhalten stehen Ihnen unterschiedliche Möglichkeiten offen:

Leuchtkasten

Wenn Sie die Bestandteile Ihres Fotostudios nicht selbst anfertigen lassen wollen, können Sie sich für einen von zahlreichen auf dem Markt erhältlichen Leuchtkasten entscheiden. Für die Makrofotografie benötigen Sie kein besonders großes Modell. Bevorzugen Sie Leuchtkästen mit LED-Beleuchtung (die Farbtemperatur von LEDs entspricht in etwa der von Tageslicht, was für bessere Ergebnisse sorgt). Leuchtkästen mit Neon-Lichtern bieten ein gelblicheres Licht, welches weniger für die Produktfotografie geeignet ist. Manche Hersteller setzen in Ihren Leuchtkasten auf eine Kombination aus Neonlicht und LEDs. Von solchen Modellen raten wir ab, da eine Vermischung von unterschiedlichen Farbtemperaturen sehr unvorteilhaft ist. Wenn zwei unterschiedliche Technologien kombiniert werden, lässt sich die Farbbalance auf dem Endprodukt nur schwierig herstellen. Außerdem altern die Technologien unterschiedlich schnell.

LED-Beleuchtungssystem für Packshot-Fotostudios

Bevorzugen Sie eine homogene LED-Beleuchtung für eine bessere Farbbalance

Die Vorteile eines Leuchtkastens

Leuchtkästen bieten eine leistungsstarke Beleuchtung und sind dennoch kompakt und platzsparend. Es gibt unterschiedliche gebrauchsfertige Komplettlösungen speziell für Laien der Fotografie, welche Ihnen nichtdestotrotz Ergebnisse auf Profi-Niveau garantieren.

Merke: Bei manchen Leuchtkästen lässt sich die Lichtintensität nicht variieren. Auf dem Markt finden sich inzwischen dennoch auch Leuchtkästen mit verstellbarer Lichtintensität für jeden Geldbeutel. Diese bieten mehr Möglichkeiten für Bilder mit unterschiedlicher Stimmung und Atmosphäre. Sie können Ihren Leuchtkasten auch durch weitere Lichtquellen ergänzen. Achten Sie hierbei lediglich auf dieselbe Farbtemperatur wie die der eingebauten Beleuchtung. Hier bieten sich beispielsweise Ringblitze an, welche sich direkt am Objektiv anbringen lasse.

Leuchtkasten aus dem Eigenbau 

 Sollten sich doch nicht der richtige Leuchtkasten für Ihr Projekt und/oder Ihr Budget finden lassen, können Sie auch selbst einen bauen! Das Grundgerüst für einen Leuchtkasten ist simpel: Sie benötigen 5 weiße Wände. Diese können aus unterschiedlichen Stoffen sein: aus Karton, aus Stoff, Transparentpapier… Jedes Material, welches das Licht reflektiert bzw. zerstreut ist geeignet!

Für ein sauberes Ergebnis und eine einfache Handhabung eignet sich Leichtstoffplatten besonders (diese finden Sie in jedem Baumarkt oder Bastelladen). Sie sind kostengünstig, leicht und flexibel einsetzbar. Sie lassen sich auch gut mit Transparentpapier (beispielsweise um Produkte von hinten zu beleuchten) oder Stoffen (als Greenscreen) kombinieren.

Wir haben hier einige Zusammensetzungsbeispiele für Sie zusammengestellt.

Beispiel 1:

Leuchtkasten aus 5 weißen Kartons mit Beleuchtung von vorne 

Fotostudios selbst bauen

Beispiel 2:

Leuchtkasten mit Greenscreen – so verschwindet die Trennungslinie zwischen zwei Leichtstoffplatten im Hintergrund

Makrofotografie von Schmuckstücken für den Onlinehandel

Beispiel 3:

Konfigurierbarer Leuchtkasten: Nach Abnahme eines Kartons lassen sich die Beleuchtung bzw. die Fotokamera anders platzieren.

Packshot-Fotograph für Schmuck

Sehen Sie selbst: Ihr Leuchtkasten bietet unendlich viele Anpassungsmöglichkeiten!

Ein offenes Fotostudio mit Blitzlicht und Lichtdiffusoren

Das offene Fotostudio bietet noch mehr Anpassungsmöglichkeiten in Sachen Beleuchtung, da die Karton rund um das Produkt wegfallen. Sie können die Blitzlichter und Lichtdiffusoren unterschiedlich weit vom Produkt entfernt aufstellen und mit Ihrer Beleuchtung präziser spielen. Die Lichtstärke des Blitzlichts lässt sich mithilfe von Transparentpapier oder Diffusoren (Softboxen oder Regenschirme werden oft mitgeliefert) reduzieren. Besonders kreative Fotografen, die gerne neue Lichteinstellungen und Bildkompositionen ausprobieren werden diese Lösung lieben. Sie bietet maximale Freiheit!

Tutorial-Foto-Onlinehandel

Der Markt bietet eine große Auswahl an Ausrüstung. Sie finden garantiert – je nach Budget, bastlerischen Fähigkeiten und Fotoerfahrung – die ideale Lösung!

Was ist in der Makrofotografie besonders wichtig?

Die Makrofotografie verfolgt natürlich große Ziele! Alle Fotoausrüster bieten Lösungen für die Makrofotografie. Wieso spricht man von Makrofotografie? Weil diese Lösungen es den Fotographen ermöglichen, Aufnahmen auf sehr kurzer Distanz zu machen. Diese Ausrüstung eignet sich für Fotos im Maßstab „1-zu-1“, in welchen jedes Detail des Produkts zur Geltung kommt. In der Makrofotografie werden zumeist Festobjektive verwendet. Es gibt auch Objektive mit Zoom, allerdings empfehlen wir Ihnen Festobjektive aufgrund derer höheren Lichtempfindlichkeit. Sie erhalten mit einem Festobjektiv hochwertigere, gestochen scharfe Fotos. Wählen Sie am besten Objektiv und Kamera derselben Marke. Ansonsten benötigen Sie noch Adapter (Zwischenringe), welche die Qualität immer leicht beeinträchtigen. Einige Hersteller, etwa Sigma, produzieren allerdings allgemein kompatible Objektive.

Makrofotografie-Objektiv von CANON

Welcher Fotoapparat eignet sich am besten für die Makrofotografie?

Entscheiden Sie sich für eine Spiegelreflexkamera. Die Qualität der Fotokamera ist genauso wichtig wie die der Objektive. Auch die hochwertigste Spiegelreflexkamera verliert an Wert, wenn sie mit minderwertigen Objektiven zum Einsatz kommt – andersrum ist es genauso. Der Markt bietet eine große Auswahl an Kameras. Lassen Sie sich beim Kauf von Fachverkäufern beraten.

Das letzte, nicht zu verachtende Element: das Stativ

In der Makrofotografie und allgemein beim Fotografieren von Gegenständen wird in der Regel ein Stativ verwendet. Wie bereits bei den Objektiven und Kameras gibt es Stative für jeden Geldbeutel. Entscheiden Sie sich für ein solides Modell: Das Stativ muss einem Gewicht von mindestens 2 Kilogramm gewachsen sein.

Wir wünschen Ihnen viel Freude bei Ihrem Fotoshooting!

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